Gehen wir mal ganz auf Anfang…

back to the roots im ganz wörtlichen Sinne: Wo kommt dieses Tofu eigentlich her?

Tofu wird aus Sojamilch aus Sojabohnen gemacht (mehr dazu auch unter “Herstellung“).

Diese Sojabohnen gehören zur  Familie der Hülsenfrüchtler / Unterfamilie der Schmetterlingsblütler und kommen ursprünglich aus China, Japan und Südostasien.
Sie wachsen allerdings auch hier, wo sie nach und nach vermehrt angebaut werden:

Man kann auch Sojaanbau im heimischen Garten ausprobieren!

Die Sojabohne wird in Deutschland erfolgreich und in immer größerem Maßstab angepflanzt. Laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat sich die Anbaufläche zwischen 2012 und 2015 auf 17.000 Hektar mehr als verdreifacht. Parallel zu dieser Entwicklung versuchen sich Hobbygärtner und Selbstversorger am Sojaanbau im heimischen Garten. Besitzern eines grünen Daumens winken als Belohnung zwischen 200 und 300 Gramm Bohnen pro m².

Das Saatgut

Da die Sojabohne in deutschen Gemüsegärten noch ein Exot ist, fehlt sie bisher im Angebot der meisten Saatguthändler. N.L. Chrestensen bietet mit „Merlin“ eine frühreifende Sorte an, die auch für mitteleuropäische Verhältnisse geeignet sein soll. Weitere Sorten (auch in Bio-Qualität) gibt es online z. B. bei dreschflegel-shop.de, magicgardenseeds.de und bio-saatgut.de.

Das Beet

Die Sojabohne benötigt einen gut gelockerten Boden und eine mäßige Düngung mit Kompost und Kalidünger, die vor der Aussaat erfolgen sollte. Stickstoffdünger darf nicht ausgebracht werden, er behindert die Entwicklung der Knöllchenbakterien und damit die symbiotische Stickstoff-Fixierung der Pflanzen.

Die Aussaat

Gesät wird in Reihen mit 30 cm Abstand alle 4-8 cm und das, sobald sich der Boden erwärmt hat und ein stabiles Frühlingswetter herrscht, Temperaturen ab 10 °C sind geeignet. Die Aussaat sollte bis Mitte Mai abgeschlossen sein, damit den Bohnen genug Zeit bleibt, um auszureifen. Sind die wärmeaffinen Pflänzchen erst einmal kräftiger, überstehen sie auch Kälteeinbrüche.

Die Kulturpflege

Zu dicht stehende Keimlinge vereinzeln, Unkraut jäten, Wassermangel vermeiden, insbesondere während der Blütezeit, und auf hungrige Schnecken und Vögel achten (die mögen Soja sehr), dann sollte einer erfolgreichen Ernte nichts mehr im Wege stehen.

Die Ernte

Wenn die Pflanzen Ende September vertrocknet sind, die Blätter abfallen und die Bohnen in den Schoten rasseln, ist Erntezeit. Die Schoten werden einzeln geknackt oder gedroschen. Alternativ kann man die Bohnen im August unreif ernten und frisch verarbeiten.

– Es ist also gar nicht so schwer. Wir wünschen viel Erfolg beim Sojaanbau!

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